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Der Sound der Gentrifizierung: Baustellenlärm als kosmische Musik.
Wie aus kakophonischem Rattern, Rauschen, Sägen, Bohren, Hämmern und Splittern feingeistig Symphonisches wird, demonstriert "Construction Sounds" von Dirk Dresselhaus aka Schneider TM. Ein Werk, das aus dem Baustellenlärm entstanden ist, der den Musiker über die letzten Jahre hinweg im Berliner Gentrifizierungsbezirk Prenzlauer Berg begleitete - und sich nahezu unbemerkt ins eigene Schaffen einschlich: Beim Improvisieren mit seinem elektronischen Equipment registrierte Dresselhaus irgendwann, dass seine Musik immer häufiger den Baustellenlärm imitierte, der ihn täglich bis zu 15 Stunden am Stück umgab. Als "Selbstschutz" begann er, die Klänge und Strukturen der Bauarbeiter und ihrer Maschinen aufzunehmen und minimal zu arrangieren. Heraus kam dabei weder brachiale Industrial-Musik noch ein politisches Statement, sondern vielmehr ein möglichst originalgetreuer Sound, welcher nach Dresselhaus’ Verständnis "wunderschöne Momente, erzeugt von unbekannten Bauarbeitern", einfängt, die er manchmal "wie kosmische Musik empfunden" hat.
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