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Der französische Soulsänger kommt, singt und siegt.
Und plötzlich dröhnt ein Klang aus den Boxen, der dem Zuhörer keine andere Wahl lässt, als alles stehen und liegen zu lassen und die Ohren steil aufzustellen. Mr Day ist auf dem Cover zu lesen, und die Platte heißt "Dry Up In The Sun". Die Lieder schmiegen sich geradezu samten an die Gehörgänge an, und die Hörer wiegen dabei versonnen den Kopf im Takt. Da pumpt der Bass von ganz tief unten, das Schlagzeug legt exakt den Rhythmus vor, eine richtig schöne, alte Hammondorgel gibt alles: säuselt, jault, schmeichelt, heult und kreischt. Schneidend fährt die Gitarre dazwischen. Dann kommt die Stimme ins Spiel. Die gehört Mr Day alias Eric Duperray (The Dynamics, Metropolitan Jazz Affair). Was hat der Mann bloß für ein Organ?! Eins, das leidenschaftlicher und seelenvoller kaum denkbar ist. Der Franzose kennt die Pop-, Soul- und Reggae-Historie gut, dennoch setzt er nicht auf Retro-Sounds. "Wir sind definitiv keine Revival-Combo", so der Sänger, der sein zweites Album live und analog einspielen ließ, mit Neumann-Mikros und einer alten Bandmaschine. So viel Knistern musste also doch sein.
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