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Fabelhaftes Salonorchester: Der Norweger Frode Qvale gibt den Bohemien.
Beim Hören des zweiten Albums des Qvales Ensemble versteht man, warum in Frode Qvales Brust zwei Herzen schlagen. Ein natürliches Herz und das des Künstlers, das des Bohemien. Mit Letzterem schreibt er über Ungerechtigkeiten und versucht, seinen Schmerz zu verstehen, mit ihm liest er über Freiheit und Philosophie. Im richtigen Leben lebt Frode Qvale im Stadtzentrum von Bergen in Norwegen, sein Bohemestatus war lange Zeit abhängig von einer Flasche Absinth, mit der er als Gymnasiallehrer versuchte, die letzte Stunde am Freitag einigermaßen klar zu überstehen. Diese Zeiten sind vorbei, was blieb, ist eine melancholisch-nostalgische Boheme-Verliebtheit, von der das Album mit jeder Note lebt. "Bohem" sei eine "liebevolle Hommage an eine untergegangene Kaffeehaus- und Ballhaus-Kultur", schreibt das Webzine "Nordische Musik". "Frode Qvale und seine Mitmusiker geben ein fabelhaftes Salonorchester ab. (...) Trotz einiger augenzwinkernder Ausflüge ins Lasziv-Erotische schwingt in den auf Norwegisch gesungenen Songs stets eine kleine Traurigkeit mit."
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