| |
Wenn das Gewohnte wegbricht: Plattenbau-Kammerspiel von Stefan Arsenijevic.
Anica (Anica Dobra) ist ihr Leben leid; sie will raus aus der Sackgasse in der Belgrader Hochhaussiedlung, weg vom kleinkriminellen Milutin (Fedja Sojanovic), der sie liebevoll umsorgt und ihr doch nicht genug ist. Sie will wahre Liebe und beschließt, das Land zu verlassen und anderswo neu zu beginnen. Mit den frisch eingeforderten Schutzgeldern aus Milutins Safe will Anica alles und jeden für immer hinter sich lassen. Anica ahnt nicht, dass der Tag ihres Aufbruchs auch für die Menschen in ihrer Nähe kein Tag wie jeder anderer ist. Es wird ein Tag ungeahnter Beichten, Konfrontationen und Enthüllungen. - Der Einzug des Kapitalismus in den wilden Osten ist ein Thema des Dramas "Liebe und andere Verbrechen" (Originaltitel: "Ljubav I Drugi Zlocini", Deutschland/Österreich/Serbien/Slowenien 2008) des jungen serbischen Regisseurs Stefan Arsenijevic. Ein "tragikomisches Plattenbau-Kammerspiel" (critic.de), das aber auch zeigt, wie Menschen reagieren, wenn das Gewohnte um sie herum wegbricht.
|
|