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Gespenstisch: Soloprojekt des Düsseldorfer Elektronikers Detlef Weinrich (Kreidler).
Lange Zeit galt die Nacht für den Menschen als die Zeit der Geister und Gespenster. Im Lateinischen nannte man die geheimnisvolle Zeitspanne zwischen Mitternacht und Dämmerung "Intempesta", die Zeit ohne Zeit. Auch Kreidler-Mitglied Detlef Weinrich alias Tolouse Low Trax scheint sich im Universum der eingefrorenen Dauer aufgehalten zu haben. Das wird jeder schnell merken, der sich zu seinem ersten Soloalbum "Mask Talk" treiben lässt. Mit kühler, atmosphärischer New-Wave-Strenge und einer abgefederten Beatfrequenz zwischen 107 und 116 bpm wird hier eine maschinelle Funktionalität ausgerufen, die sich keiner zeitgenössischen Doktrin unterordnet. "Mask Talk" ist das Clubalbum, auf das alle unbewusst gewartet haben. Die zehn Stücke beschwören eine gespenstische Stimmung, die perfekt zu einem frühen John-Carpenter-Film passen würde und an die Musik elektronischer Pioniere wie Cluster oder Peter Baumann erinnert. Elektronische Musik jenseits aller Formate, deren Klänge und Rhythmik sich zu einer Atmosphäre verdichten, die weit über das Hörbare hinausgeht.
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