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Elegant, sinnlich und stark: Die Musik der Schweizer funktioniert immer.
Musik mit ihrem Entstehungsort zu verbinden, ist eine süße Versuchung. Bei Beautiful Leopard aus dem westschweizerischen Freiburg sei sie gestattet. Denn die Musik dieser Band ist wie das Land: Sie macht nur wenig Worte, ist massiv wie eine Gebirgswand und gleichzeitig hoch und tief. Und sie ist schön, wunderschön wie ein Leopard, und dabei genauso elegant, sinnlich und stark, scheu und zurückhaltend. Nach den ausgedehnten Stücken ihres 2006er-Debüts bleiben die Songs auf "Sometimes It Doesn’t Work" überwiegend im Dreieinhalbminuten-Format eines Popsongs. Dennoch sind sie episch, ausgefeilt in ihren Arrangements und immer um eine warme Grundstimmung bemüht. Früher hätte man vermutlich von Slowcore gesprochen und Vergleiche mit Codeine, Galaxie 500 oder Yo La Tengo bemüht. Auch finden sich Spuren von Mogwai, Sigur Rós und Bright Eyes. Doch haben Beautiful Leopard Vergleiche eigentlich nicht nötig. Trotz des pessimistischen Titels ihres zweiten Albums funktioniert ihre Musik auch so. Wie die Schweiz, wie ein Leopard, wunderschön.
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