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Aus einer gespenstisch netten Welt: surreale und bitterböse Satire aus Norwegen
Inmitten einer kargen Landschaft hält ein Bus und spuckt seinen einzigen Passagier aus. Andreas (Trond Fausa Aurvåg) hat keine Ahnung, wie er dorthin gekommen ist, doch das braucht er auch nicht. Er wird in ein neues Leben gesteckt, erhält Wohnung, einen Job, Kleidung und Nahrung. Die Umgebung ist schön, und die Arbeitskollegen sind nett. Andreas, der nun täglich Zahlen sinnlos in einen Computer eintippt, macht das Spiel mit und findet auch bald eine Freundin, Anne-Britt (Petronella Barker). Doch Andreas kommen Zweifel. Ist dies tatsächlich ein Leben, das er führen will? Denn etwas läuft falsch, etwas fehlt: Er vermisst den Geschmack der Speisen, die Wirkung von Alkohol, es gibt keine Kinder und keine Emotionen. Und wohl auch keinen Ausweg aus dieser gespenstisch netten Welt.- Mit "Anderland" ("Den Brysomme Mannen") gelang Jens Lien eine surreale und ebenso nachtschwarze wie bitterböse Satire - in der Tradition von Filmen wie "Brazil" und "Delicatessen". "Anderland" gewann 2006 bei den Filmfestspielen in Cannes den ACID-Award.
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