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Staubig: Hartmut Bitomsky auf den Spuren eines allgegenwärtigen Begleiters.
Staub ist das kleinste, noch unmittelbar sichtbare Objekt, von dem ein Film handeln kann. Er ist überall und allgegenwärtig. Ein Konglomerat feinster Partikel, das sich in Bewegung setzt, sobald die Dinge zur Ruhe kommen. Er wird bekämpft und beseitigt und kehrt noch im Verschwinden zurück. Staub nistet in Teppichböden und auf Dachstühlen, er dringt in Laboratorien ein und legt sich auf Kunstwerke, er wird von Fabrikschloten in die Luft geblasen und wohnt in jedem Regentropfen. Staub macht krank, Staub macht den Kosmos. - Assoziativ und in sinfonischen Bewegungen folgt der Bremer Regisseur Hartmut Bitomsky (seit 2006 Direktor der Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin) dem Weg des Staubs. Er folgt ihm an Orte, wo er siedelt, und sucht Menschen auf, die sich mit ihm auseinandersetzen. Putzkolonnen, Erfinder von Luftreinigungsfabrikaten, Botaniker, Meteorologen, Astronomen und Künstler. Eine Kultur des Staubs scheint auf, in der sich anthropologische und philosophische Erkenntnisse vermengen. Denn: Die Beschäftigung mit ihm kommt niemals zu einem Ende. Staub verschwindet nicht.
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