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Unermessliche Weite: drittes Album des mexikanischen Elektronikers
Hinter dem Alias Murcof verbirgt sich Fernando Corona. Im Spannungsfeld zwischen Elektronik, Klassik und experimenteller Minimal Music folgt der Mexikaner seit 2001 seiner Vision, digitale Präzision mit akustischer Wärme zu vereinen.
Sein drittes Album markiert dabei eine Abkehr von seinen vorherigen Arbeiten. Denn "Cosmos" entstand fast ausschließlich aus Aufnahmen klassischer Instrumente, deren Klang er mit elektronischer Hilfe zu völlig neuen Ausdrucksformen erweiterte. Inspiriert von einem langen Blick hoch zu den Sternen reflektiert "Cosmos" die Nichtigkeit der menschlichen Welt im Vergleich zur Größe des Universums.
Die unermessliche Weite von Tracks wie "Cosmos I" und "Cosmos II" erinnert dabei sowohl an die Arbeiten deutscher Elektronikpioniere wie an die des ungarischen Komponisten György Ligeti. Aber auch das durchdringende Grollen von Gruppen wie SunnO))) und Coil ist hier spürbar.
Seit dem letzten Album "Remembranza" (2005) arbeitete Corona zusammen mit u. a. Francesco Tristano, Erik Truffaz und Talvin Singh, mit dem er 2006 auf dem Montreux Jazz Festival auftrat.
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