| |
Mit Humor und Leichtigkeit: neuntes Album des Kult-Trios aus San Francisco
Sie werden geliebt von Sonic Youth und Beck, spielten schon vor Radiohead und den Flaming Lips, erfinden sich seit 1991 immer wieder neu, sind dennoch unverwechselbar und dazu noch überaus sympathisch: Deerhoof aus San Francisco haben alles, was man sich von einem Rocktrio wünscht. Der Kontrast zwischen dem engelsgleichen Gesang der Frontfrau Satomi Matsuzaki und den musikalischen Kapriolen der Kult-Band ist typisch für den Deerhoof-Sound, aber nicht das einzig Bemerkenswerte. Ihr neuntes Album "Friend Opportunity" strotzt nur so von Humor und grandiosen Einfällen, die Abgeklärtheit der Postmoderne sucht man hier aber vergebens. Hier wird nicht zitiert, hier wird komponiert. Dennoch ist alles von enormer Leichtigkeit. Breitwandige Rockgitarren, hymnische Chöre und energische Perkussion wirbeln so selbstverständlich zusammen wie Blätter im Herbst, um dann mit bezaubernden Balladen wieder geerdet zu werden.
|
|