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NOTES 151 frönt dem Bartkult Nicht erschrecken 27.03.2009
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Der Herr auf dem Titel der aktuellen NOTES-Ausgabe, dessen Haare irgendwie am falschen Ende des Kopfes wachsen, ist weder Politiker noch Waldorf-Lehrer. Das ist ganz einfach ein Prinz, und zwar kein Geringerer als Bonnie "Prince" Billy - der nachdenklich melancholische Singer/Songwriter aus Louisville, Kentucky.
Sein neues Album "Beware" ist im Gegensatz zu früheren warm und üppig instrumentiert, kreist aber textlich um die gewohnt düsteren Themen des harten Lebens. Sein Gespür für subtile Harmonien und weitläufige Melodien hat der gute Will Oldham alias Bonnie "Prince" Billie auch auf seinem 15. Album seit 1993 nicht verloren.
Unser April-Heft bietet natürlich wieder eine Menge mehr: Internationale neue CDs, DVDs und Hörbücher aus dem vielfältigen INDIGO-Katalog. "Saskamodie", auf dem auch Gäste wie Leslie Feist und Jamie Lidell zu hören sind sowie schöne Akustik-Sets statt Computer-Spiele. Während hier jemand neue Wege wagt, bleibt an einem anderen Ende der Musikwelt alles wie gehabt: Die wilde "Theatertruppe" Bonaparte aus Berlin mischt das Genre des Alternative Rock mit einem Livemitschnitt und Remixen ihres Erfolgsalbums "Too Much" auf. "Too Much/Remuched " ist feinster Trashpunk in Party-Laune.
Aus Skandinavien erreichten uns die Signale zweier bezaubernder Frauen: Tina Dico aus Dänemark präsentiert als fünftes Album gleich eine Trilogie mit reduziert arrangiertem Folk-Pop: "A Beginning/A Detour/An Open Ending". Kari Bremnes aus Norwegen könnte vom Alter her Tinas Mutter sein, ja, vielleicht sogar auch musikalisch. Kühle Uptempo-Nummern und introspektive Balladen - alle auf Norwegisch gesungen - wechseln sich auf ihrem neuen Album "Ly" ab. Beide Damen sind viel gereist um anzukommen und davon zu singen. "Auf Zeche", eine CD/DVD-Edition eines Open-Air-Konzerts im August 2008. Seine Melange aus Folk, Blues und Rock begeistert Ost und West seit 1980. Fast genauso lange unterwegs, aber erst seit Kurzem bei uns am Start, sind die Kanadier von Propaghandhi mit ihrem Melody Core. Das Album "Supporting Caste" untermalt ihre polit-aktiven Botschaften mit schnellen Gitarrenriffs und Tempiwechseln, als wenn’s der letzte Protestmarsch vor dem Weltuntergang wäre.
Und damit hätten wir auch schon den perfekten Übergang zum Genre Dark Wave, denn dort gibt es zwei erwähnenswerte Neuerscheinungen: Die umstrittene Goth-Band Diary Of Dreams legt ihr neunten Album "(If)" vor und zelebriert ihre schwarzen Todessehnsüchte in deutschen und englischen Songs zwischen Industrial und Synthi-Pop. Andere Wege geht Ernst Horn, der einstige Kopf der Band Deine Lakaien, mit seinem aktuellen Projekt Helium Vola. Deren CD "Für Euch, die ihr liebt" beinhaltet eine Kombination aus Mittelalter-Musik und Avantgarde-Elektronik sowie alten Texte im modernen Soundgewand.
Noch ein Stück weiter von U- zu E-Musik - und wir sind bei unserem neuen Partner, dem renommierten Label Naive Classique aus Frankreich, welches gerade sein zehjähriges Bestehen feierte. Eine Serie von hochwertigen Wiederveröffentlichungen klassischer Kunst ist nun in limitierten Ausgaben bei INDIGO erhältlich, darunter Kammermusik, Orchester, Oper, Filmmusik und vieles, vieles mehr.
Und wenn Sie nun hoffentlich von so viel guter Musik begeistert sind, dann stöbern Sie auf unserer Homepage weiter in den vielfältigen Angeboten. Oder besuchen Sie mal wieder den Musikverkäufer Ihres Vertrauens - am besten natürlich dort, wo die INDIGO-Veröffentlichungen zu erwerben sind ... |
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